Standards leben
Standards leben – nicht nur einmal festlegen
Damit eure gemeinsam entwickelten Werte und Standards nicht im Workshop-Ordner verschwinden, braucht es drei Dinge: Wiederholung, Verbindlichkeit und Konsequenz.
1. Regelmäßige Erinnerung
Werte sichtbar halten
Hängt eure Leitsätze gut sichtbar im Salon auf – nicht als Deko, sondern als Statement.
Nutzt kleine Reminder im Alltag: z. B. Karten am Arbeitsplatz, kurze Fragen im Teamchat („Was war heute besonders fair?“).
Fixe Formate schaffen
Einmal im Monat: „Werte-Moment“ im Teammeeting – 10 Minuten reichen.
Einmal im Quartal: Mini-Check-in zu den Standards – was läuft gut, was braucht Nachjustierung?
Neue Mitarbeitende einführen
Standards gehören zur Einarbeitung. Nicht als Regelwerk, sondern als Teil der Teamkultur.
2. Kontrolle mit Augenmaß
Feedback statt Kontrolle
Beobachte, wie die Standards im Alltag gelebt werden – und sprich es an.
Nutze positives Feedback: „Das war ein tolles Beispiel für respektvollen Umgang.“
Wenn etwas nicht passt: Frag nach, statt zu rügen. „Was hat dich in der Situation gestört?“ öffnet mehr als „Das war nicht korrekt.“
Team-Checks statt Einzelkritik
Lass das Team regelmäßig selbst reflektieren: „Wo leben wir unsere Werte gut? Wo nicht?“
So entsteht Selbstverantwortung – nicht Überwachung.
3. Konsequenzen – klar und fair
Verbindlichkeit schaffen
Standards gelten für alle – auch für Führungskräfte.
Wenn sie wiederholt missachtet werden, braucht es ein Gespräch. Nicht als Strafe, sondern als Klärung:
„Wir haben das gemeinsam beschlossen – was brauchst du, um das umzusetzen?“
Konsequenzen transparent machen
Wenn Verhalten dauerhaft gegen die Werte geht, muss das Folgen haben – z. B. Ausschluss aus bestimmten Aufgaben, klare Ansprache oder im Extremfall Trennung.
Wichtig: Nicht aus dem Affekt, sondern nachvollziehbar und fair.

